Ventana Canyon (Santa Catalina Mountains)

... ein Canyon zum Wohlfühlen mit viel Getier

 

Ventana Canyon

Wieder einmal waren wir früh wach und nach einem ausgiebigen und durchaus leckeren Frühstück saßen Ventana Canyonwirbereits um 8.15 Uhr im Auto und freuten uns Ventana Canyonüber einen blauen Himmel bei angenehmen 20 Grad, der ideale Start in einen Hikingtag in den Catalina Mountains. Der Ventana Canyon war heute unser begehrtes Ziel, ein beliebter local Hike wohl auch deshalb, weil dessen Trailhead im Prinzip mitten in der Stadt, nämlich direkt neben dem Parkplatz des Ventana Canyon Resorts seinen Anfang nimmt. Und einmal mehr wurde uns bewusst wie sehr wir diesen südlichen Teil Arizonas lieben, dieses unvergleichliche Klima, diese wüstenhafte Vegetation und zum Kontrast dazu die Bergwelt der Santa Catalina Mountains.

Ventana CanyonVentan CanyonGut gelaunt rüsteten wir uns aus mit Rucksäcken, Hiking-Poles sowie elektronischem Equipment und machten uns auf den Weg hinein in den Canyon. Unsere geliebten Saguaros begleiteten unseren Weg, Kakteen blühten, und so fiel es uns leicht Schritt für Schritt dem schmalen, aber bequem zu gehenden Wanderpfad zu folgen. Ventana CanyonWir waren kaum eine Viertelstunde gegangen als Ray unseren entspannten Hike abrupt stoppte und mit einem seiner Stöcke hinein ins Gestrüpp amWegesrand deutete. Ich folgte seinen Blicken und Gilamonsterentdeckte ein riesiges eidechsenartiges Reptil, das sich langsam von uns weg in Richtung dichteres Unterholz bewegte. Es handelte sich um eine Gila-Krustenechse, auch " Gilamonster" genannt, mit dem ich nicht nur wegen seiner nach meiner Meinung nicht sehr ansprechenden Optik näher befreundet sein wollte. Meine Abneigung bestätigte sich vielmehr auch daraus als ich lernte, dass die nähere Bekanntschaft mit einem solchen Reptil durchaus tödlich enden kann. Nun gut, schnell noch ein Foto gemacht und dann nix wie weg..... !

 

Der erste Schrecken war schnell vergessen, die Saguaros der unterschiedlichsten Formen und Größen bewiesen sich als liebenswerte Begleiter und wir bemerkten kaum, wie wir zunehmend an Höhe gewannen. Immer wieder hielten wir an um die Aussicht hinunter ins Tal zu genießen, fanden immer wieder neue Fotomotive.... bis Ray auf einmal wieder abrupt stehen blieb und mit dem Finger auf dem MundVentana CanyonVentana Canyonzur Ruhe mahnend mit seinem Stock in ein harmlos erscheinendes Gebüsch zeigte. Ich kam langsam näher, schärfte meinen Blick, konnte aber nichts erkennen als trockenes Gesträuch, Sand und vertrocknetes Laub. Erst als Ray mit seinem Stock am Gebüsch rüttelte und ins Unterholz stocherte sah und hörte ich sie. Eine Klapperschlange, die sich zum dösenden Schlaf in den kühlenden Schatten zurückgezogen hatte. Nun war sie grantig geworden ob der Störung, rasselte laut, und während sie mich mit dieser Drohgebärde erfolgreich vertrieb, fühlte Ray sich angespornt, ENDLICH die Gelegenheit zu haben "(s)eine" Klapperschlange zu filmen bzw. zu fotografieren.

Ventana CanyonVentana Canyon#Ventana CanyonVentana CanyonVentana  CanyonVentana Canyon

Als wir ein kleines Zwischenplateau erreichten gönnten wir uns eine wohlverdiente Pause und genossen die herrliche Aussicht hinunter ins Tal, wo sich die Stadt Tucson wie bei einem Blick aus dem Fenster zu unseren Ventana CanyonVentana CanyonFüßen ausbreitete. Dieser V-artige Ausschnitt zwischen den Felsen, der diesen genialen Ausblick freigibt, ist letztlich auch verantwortlich für den Namen dieses Canyons als "Ventana" (= Fenster) - Canyon.

Und als wir hier saßen gab es weitere Naturbegegnungen, wurden wir doch auf einmal mit einem lauten Tosen von einem riesigen Bienenschwarum umbraust, der uns erstmal einen gehörigen Schrecken einjagte und entschieden schneller war als unsere Fotoapparate. Und dann konnten wir Deers beobachten, die nur wenige Meter unterhalb unseres Rastplatzes friedlich ästen.

Ventana Canyon

Als wir um 14 Uhr wieder bei unserem Auto waren waren wir restlos begeistert und spätestens während dieses Hikes hatten wir uns wieder unheilbar vom Desert Fever infiziert und alles in uns fieberte nach nichts anderem als "mehr davon"!

Den Rest des Tages ließen wir ausklingen mit "Stadtleben light" und ließen uns in der am Hotel befindlichen Eisdiele ein traumhaft gutes - und teueres - Eis schmecken. Den Abend beschlossen wir mit einem ebenso leckeren Abendessen beim Mexikaner.

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letzte Aktualisierung: 17.11.2016